Schloss  Röderhof                                                                                    Home  I Geschichte I Historische Übersicht I Restauration des Schlosses I

Biographische Anmerkungen zu Carl Friedrich von dem Knesebeck.


Carl Friedrich v. dem Knesebeck

...Carl Friedrich von dem Knesebeck, preußischer General der Infanterie und königlicher General-Adjutant, erhielt vom König Friedrich Wilhelm III von Preußen 1822 zur Anerkennung seiner Verdienste, welche er sich um die Preußische Monarchie erworben und wegen der dem König und dem königlichen Hause in verhängnisvollen Zeiten bewiesenen Anhänglichkeit, als Dotation Teile des ehemaligen Klosters Huysburg und die königliche Domaine Röderhof (528 Hektar) sowie Teile des Huywaldes zur Arondierung des zum Schloss gehörenden Parks. Im Zusammenhang auch mit dem ehemaligen Kloster Huysburg, daß 1804 säkularisiert wurde und das dann einschließlich des ehemaligen Rittergutes Röderhof in den Besitz von Knesebeck gelangte, sollen einige biographische Angaben zu diesem Mann gemacht werden.

Carl Friedrich von dem Knesebeck wird am 5. Mai 1768 in Karwe geboren. Als Vierzehnjähriger beginnt er seine militärische Laufbahn in Magdeburg. 1787-1792 wird er nach Halberstadt als Leutnant versetzt. Hier fühlt er sich mit Ludwig Gleim freundschaftlich verbunden. In der literarischen Gesellschaft zu Halberstadt veröffentlicht er diverse Aufsätze und hält Vorträge. Die Friedenszeiten gaben ihm die Möglichkeit sich wissenschaftlichen Studien und sogar der Poesie zu widmen.

1792 nimmt Knesebeck am ersten Koalitionskrieg Preußens und Österreichs gegen Frankreich teil. Dabei nimmt er die Gelegenheit wahr, in Göttingen Gottfried August Bürger aufzusuchen, der gegen die Inervention in Frankreich eingestellt ist, und berichtet brieflich Gleim von seinem Besuch.

Im Feldzugs von 1806 gegen Napoleon ist es Knesebecks geistesgegenwärtigem Eingreifen mit der Kavallerie zu verdanken, dass der König von Preußen Friedrich Wilhelm III. in der Schlacht von Auerstedt der drohenden Gefangennahme entging.

Auch die siegreiche Schlacht von Pultusk am 26.12.1806 ist ihm zu verdanken, so daß der König ihn mit dem... "Pour le Mérite" auszeichnete und am 16.05.1807 zum Oberstleutnant beförderte.

Am 6.03.1813 wurde von dem Knesebeck zum Oberst und Generaladjutanten des Königs, im Dezember desselben Jahres zum Generalleutnant befördert. Während der Kriege in den Jahren 1813 bis 1815 war er überwiegend im Hauptquartier des Königs tätig.

1815 heiratete er Johanna von Klitzing.

1815 begleitete er den König von Preußen nach London und nahm mit ihm am Wiener Kongress teil.

1825 wurde von dem Knesebeck zum General der Infanterie befördert und 1831 zum Oberbefehlshaber der gesamten aufgestellten Observationsarmee in Polen ernannt.

1832 erhielt er für seine Dienste im Namen des Preußischen Staates den "Schwarzen Adlerorden".

1840 brachte er die Nachricht vom Tode Friederich Wilhelm III nach Wien, wurde von Friederich Wilhelm IV 1847 zum Generalfeldmarschallernannt ernannt, erhielt kurz danach seinen erbetenen Abschied. Er starb am 12. Jannuar 1848 auf dem Landsitz der Familie in Karwe. Er gehörte ohne Zweifel zu den bekanntesten Militärs seiner Zeit.

Wappen v.d. Knesebeck

Stich von 1830